JANNIS KOUNELLIS
NEUE NATIONALGALERIE
8. November 2007 - 24. Februar 2008
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Die Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie Berlin zeigt die zahlreichen Aspekte des umfangreichen Oeuvres des griechisch-italienischen Künstlers Jannis Kounellis (*1936) in einer für die obere Halle des Mies van der Rohe Baues entwickelten einzigartigen Zusammenstel-
lung neuer und älterer Werke.
Kounellis zählt zu den wenigen noch arbeitenden, europäischen Künstlern (Joseph Beuys und Mario Merz sind bereits verstorben), die die Kunst in den 60er Jahren grundsätzlich verändert haben. Als Zwanzigjähriger kam er nach Rom und entwickelte im Zentrum der abendländischen Kunst ein Werk, das auf den ersten Blick nichts mit dieser Tradition zu tun hat. Nach ersten Bildern, die aus Zeichen und Zahlen bestehen und eine Form von Code einer ihm fremden Welt darstellen, arbeitet er mit kunstfernen Materialien wie Kohle, Steinen, Gas, Wolle, Kaffee, etc., die er zu geheimnisvollen Installationen und Tableaux zusammenstellt. Diese umfassen alle Materialien der "Arte Povera", deren Erfinder er gemeinsam mit Mario Merz war. Sie beziehen zudem das wirkliche Leben wie beispielsweise Tiere ein und wenden sich etwa durch die Einbeziehung von Musik an die verschiedenen Sinne. Die Installation in der Galleria L'Attico 1969 in Rom gehört zu den Arbeiten, die Kunstgeschichte geschrieben haben. Kounellis hat in seinem Werk immer wieder bewiesen, dass er sich mit den spezifischen historischen Voraussetzungen und den unbewussten im Alltagsmaterial verborgenen künstler-
ischen Potentialen eines Ortes auseinandergesetzt hat.